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Ransomware

Aktualisiert 29. August 20261 Min. Lesezeit

Ransomware ist Schadsoftware, die Dateien oder ganze Systeme verschlüsselt und erst gegen Zahlung eines Lösegelds wieder freigibt. Moderne Gruppen stehlen zusätzlich Daten und drohen mit deren Veröffentlichung, sodass ein Backup allein nicht mehr ausreicht.

Ransomware ist Schadsoftware, die Dateien oder ganze Systeme verschlüsselt und erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder freigibt, meist in Kryptowährung. Der Name setzt sich aus dem englischen Wort ransom (Lösegeld) und Software zusammen; im Deutschen spricht man auch von Erpressersoftware oder Verschlüsselungstrojanern.

Was bedeutet es

Nach der Infektion verschlüsselt die Ransomware möglichst viele wertvolle Dateien und hinterlässt eine Nachricht mit Zahlungsanweisungen. Moderne Gruppen setzen zusätzlich auf Double Extortion: Vor der Verschlüsselung stehlen sie Daten und drohen mit deren Veröffentlichung, falls das Opfer nicht zahlt.

Die meisten Angriffe beginnen unspektakulär: mit einer Phishing-Mail, einem gestohlenen Passwort für VPN- oder RDP-Zugänge oder einer ungepatchten Schwachstelle. Vom ersten Zugangspunkt aus bewegen sich die Angreifer oft tage- bis wochenlang durch das Netzwerk, deaktivieren Backups und Schutzsoftware und schlagen erst dann zu. Viele Gruppen arbeiten nach dem Modell Ransomware-as-a-Service, bei dem Entwickler ihre Software an Partner vermieten, die die eigentlichen Einbrüche durchführen.

Warum es wichtig ist

Ransomware zählt seit Jahren zu den teuersten Formen der Cyberkriminalität. Zum direkten Schaden (Betriebsausfall, Wiederherstellungskosten, gegebenenfalls Lösegeld) kommen Meldepflichten bei Datenschutzverletzungen, Reputationsschäden und langwierige Wiederaufbauprojekte hinzu.

Die wichtigsten Gegenmaßnahmen sind bekannt: Multi-Faktor-Authentifizierung auf allen externen Zugängen, zeitnahes Patchen, Netzwerksegmentierung, Offline-Backups, die regelmäßig getestet werden, und ein geübter Incident-Response-Plan. Da der erste Schritt fast immer über einen Menschen oder eine bekannte Schwachstelle führt, lohnt es sich, genau diese Zugangswege regelmäßig prüfen zu lassen.

Beispiel

Der Ausbruch von WannaCry im Mai 2017 zeigt, wie groß die Auswirkungen sein können: Der Wurm nutzte eine bekannte Windows-Schwachstelle aus, für die bereits ein Patch existierte, und legte innerhalb weniger Tage Hunderttausende Systeme in über 150 Ländern lahm, darunter Teile des britischen Gesundheitswesens. Ein einziges ungepatchtes System genügte, um ein ganzes Netzwerk zu infizieren.

Quellen

Häufige Fragen

Sollten Sie bei einem Ransomware-Angriff Lösegeld zahlen?

Sicherheitsbehörden wie das BSI raten davon ab: Die Zahlung finanziert Kriminelle und garantiert weder eine funktionierende Entschlüsselung noch die Löschung gestohlener Daten.

Wie gelangt Ransomware meist ins Netzwerk?

Vor allem über Phishing-Mails, schwache oder gestohlene Passwörter für Fernzugänge wie RDP und VPN sowie ungepatchte Schwachstellen in erreichbaren Systemen.

Schützt ein Backup vor Ransomware?

Offline-Backups verkürzen die Wiederherstellung, aber bei Double Extortion drohen Angreifer zusätzlich mit der Veröffentlichung gestohlener Daten. Prävention und Erkennung bleiben daher entscheidend.

Was ist Ransomware-as-a-Service?

Ein Geschäftsmodell, bei dem Entwickler ihre Ransomware an kriminelle Partner vermieten, die die Angriffe durchführen; die Beute wird anschließend geteilt.

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