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CVE

Aktualisiert 29. August 20261 Min. Lesezeit

Eine CVE ist eine eindeutige Kennung für eine öffentlich bekannte Schwachstelle in Software oder Hardware, zum Beispiel CVE-2021-44228. Das CVE-Programm wird von MITRE betrieben und sorgt dafür, dass Scanner, Advisories und Administratoren weltweit über exakt dieselbe Lücke sprechen.

CVE steht für Common Vulnerabilities and Exposures: ein weltweites Verzeichnis öffentlich bekannter Schwachstellen in Software und Hardware. Jede registrierte Schwachstelle erhält eine eindeutige Kennung wie CVE-2021-44228, damit alle über dieselbe Lücke sprechen.

Was es bedeutet

Eine CVE-Nummer besteht aus dem Präfix CVE, dem Jahr der Vergabe und einer laufenden Nummer: CVE-2024-3094 ist also eine Schwachstelle, die 2024 registriert wurde. Das CVE-Programm existiert seit 1999 und wird von der US-amerikanischen Non-Profit-Organisation MITRE betrieben, finanziert von der US-Regierung.

Die Nummern werden von sogenannten CVE Numbering Authorities (CNAs) vergeben: Softwarehersteller, Sicherheitsfirmen und Forschungsinstitute, die für Schwachstellen in ihrem eigenen Bereich selbst Kennungen ausstellen dürfen. Ein CVE-Eintrag enthält eine kurze Beschreibung, die betroffenen Produkte und Verweise auf Advisories. Datenbanken wie die US-amerikanische National Vulnerability Database (NVD) reichern diese Einträge unter anderem mit einem CVSS-Score an, der den Schweregrad ausdrückt.

Warum es wichtig ist

Ohne gemeinsame Benennung würde jede Sicherheitsfirma dieselbe Lücke anders nennen, genau das Problem, das vor 1999 bestand. Dank CVE-Nummern können Scanner, Patch-Management-Tools, Advisories und Nachrichten auf exakt dieselbe Schwachstelle verweisen. Für Administratoren ist die CVE-Nummer der Ausgangspunkt: Sie schlagen sie in der NVD nach, sehen, welche Versionen betroffen sind, und prüfen, ob ein Patch oder Workaround verfügbar ist.

Beachten Sie: Nicht jede Schwachstelle hat eine CVE. Lücken, die nie öffentlich gemeldet werden, etwa im Stillen ausgenutzte Zero-Days, sind nirgendwo registriert. Eine leere CVE-Suche bedeutet also nicht, dass Ihre Software sicher ist.

Beispiel

Das bekannteste Beispiel der letzten Jahre ist CVE-2021-44228, besser bekannt als Log4Shell: eine Schwachstelle in der Java-Logging-Bibliothek Apache Log4j mit dem maximalen CVSS-Score von 10.0. Weil die Lücke eine eindeutige Kennung hatte, konnten Organisationen weltweit innerhalb weniger Stunden prüfen, ob ihre Software betroffen war, und gezielt patchen.

Quellen

Häufige Fragen

Wer vergibt CVE-Nummern?

CVE Numbering Authorities (CNAs): Hersteller, Sicherheitsfirmen und Forschungsorganisationen, die unter Koordination von MITRE Nummern für Schwachstellen in ihrem eigenen Bereich vergeben dürfen.

Was bedeuten die Zahlen in einer CVE-Nummer?

Die erste Zahl ist das Jahr der Vergabe, die zweite eine laufende Nummer. CVE-2021-44228 wurde also im Jahr 2021 registriert.

Wo schlagen Sie eine CVE nach?

Auf cve.org, der offiziellen Seite des CVE-Programms, oder in der National Vulnerability Database (nvd.nist.gov), die Einträge unter anderem um CVSS-Scores ergänzt.

Hat jede Schwachstelle eine CVE-Nummer?

Nein. Nur gemeldete und registrierte Schwachstellen erhalten eine Nummer. Unbekannte oder geheim gehaltene Lücken, etwa aktiv ausgenutzte Zero-Days, fehlen dort.

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